„Winterreifen“ fürs AWOL

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Die  orginalen Reifen (Specialized Trigger) haben 3.800 Kilometer lang problemlos ihren Dienst verrichtet. Es gab keinen Platten und sie hatten nach der Zeit auch noch ausreichend Profil. Aber wenn die Flanken porös werden, dann ist es so langsam Zeit, neue Reifen zu suchen. Die Compass 700cx44 Snoqualmie sind bestellt, aber ganz ohne Profil wohl eher für den Einsatz ab Frühjahr 2017 gedacht. Hatte aber noch einen Satz Faltreifen Renegade Control 29×1,8 von Specialized im Regal, also kamen die auf die Felgen. Meine ersten Eindrücke:

  • die Reifen passen trotz Profil sehr gut unter die Schutzbleche vom AWOL, sind aber auch mit 1,8 Zoll eher schmale 29er Reifen
  • trotz des Profils/dank der eng zusammenliegenden Mittelstollen laufen die Reifen sehr leise auf Asphalt, haben auch gefühlt keinen deutlich höheren Rollwiderstand
  • der Luftdruck wird auf der Flanke mit 2,5 bis 4 bar angegeben, mit 2,5 bar finde ich sie schon ziemlich „hölzern“, werde wohl mal Stück für Stück den Luftdruck reduzieren
  • ich habe die Reifen trotz mehrfacher Versuche noch nicht richtig auf der Felge zentrieren können, aktuell haben sie einen deutlich sichtbaren und spürbaren Höhenschlag 😦

Das aktuelle AWOL-Progamm 2017

Das aktuelle AWOL-Programm in Deutschland bietet künftig nicht mehr drei völlig unterschiedliche Modelle an, sondern es wird nur noch ein Rahmenset angeboten:

https://www.specialized.com/de/de/bikes/adventure/awol-expert-frameset/115626

Zugegeben, das ist mit vielen Zusatzteilen recht umfangreich ausgestattet, insbesondere die Carbonsattelstütze dürfte unterwegs viel Komfort bieten.

Im Gegensatz dazu steht den AWOL-Interessenten in den USA mehr Auswahl zur Verfügung: https://www.specialized.com/us/en/bikes/adventure/awol, die haben neben dem Rahmenset noch drei Kompletträder zur Auswahl. Bin gespannt, wie lange das AWOL in Deutschland noch angeboten wird.

Waldkantine

In den größeren Unternehmen/Verwaltungen in Deutschland gibt es Kantinen für die Versorgung in der Mittagspause. Und der Gruß in den Fluren „Mahlzeit“ ist auch weit verbreitet… Ich habe diese Erlebnisse selten, kann aber hier und da eine andere Art von Pause vom Schreibtisch machen.

Der Hobo-Kocher ist was für längere Touren, wo dann auch Zeit bleibt, sich um das kleine Feuer zu kümmern. Für die Mittagspausen werde ich wohl beim Gaskocher bleiben; schneller, sicherer, sauberer…

so war das AWOLunmeeting 2016

Es war ein kleines, feines Treffen, fangen wir mit den Teilnehmern an:

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Dirk aus Dresden, ist auf die Apokalypse vorbereitet. Das Rad auch!

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Harald aus Hamburg, frisst Kilometer auf dem Arbeitsweg und individuellen Langstrecken.

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Nils aus Berlin. Hart? Schnell? Lang? Nils ist dabei! Die Porteurtasche war gefüllt mit Lebensmitteln…

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Christian aus Porta Westfalica, Minimalist! Jungspund in der Truppe 😉

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Christoph aus der Nähe von Berlin – hat keine Ahnung, davon viel!

Wir treffen uns am Eckerloch, nach und nach treffen die Teilnehmer ein. Es wird Kaffee gekocht und getrunken, Geschichten erzählt und die Räder begutachtet. Der Wandererstrom am Treffpunkt wird immer weniger, es gibt Bier… Vor Einbruch der Dämmerung verlassen wir den Ort, zwei Teilnehmer machen sich auf den Heimweg und die restlichen drei fahren auf den Brockengipfel.

Dort haben wir den eigentlichen Sonnenuntergang knapp verpasst, aber die restliche Aussicht und auch die nächtliche Version davon wird genossen. Die Schutzhütte wird bezogen, wir reden über Radprojekte, geplante Radtouren und rollen irgendwann die Schlafsäcke aus.

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kurz vor der Nachtruhe

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Aussicht am Morgen aus dem Schlafsack

Irgendwie haben wir es verpasst, die Räder nebeneinander zu Fotografieren, als alle fünf beieinander waren… Wir haben nach dem Frühstückskaffee wenigstens die drei verbliebenen mal miteinander abgelichtet, da wird die unterschiedliche Auslegung der Räder doch deutlich sichtbar!

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Drei unterschiedliche AWOLs

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inkl. Fahrern

Dort oben trennen sich unsere Wege, Harald und ich verlassen den Brocken auf einer nördlichen Route, Dirk nutzt die Brockenstraße in Richtung Schierke.

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Blick zum Brockengipfel

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Abfahrt auf dem Kolonnenweg

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Bremsenteststrecke

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Nochmal der Brockengipfel.

Ich spreche jetzt mal für die restlichen Teilnehmer: alle hatten Spaß, auch individuell durch Anreise, andere Abenteuer und durch das spezielle Erlebnis, auf dem Brocken zu übernachten.

Wird es in 2017 wieder ein Treffen geben? Ich würde sagen: Ja!

organisatorische Kleinigkeiten

Treffpunkt/Treffzeit

Zwei Anfragen zum genauen Zeitpunkt tauchten hier auf… da einige sicherlich den Sonnabend zu Anreise auf dem Rad nutzen, halte ich etwa 15:00 Uhr für sinnvoll. Dort können wir dann erstmal in alle Ruhe quatschen/die Räder anschauen, auf „Späterkommer“ warten, bevor wir dann ggf. gemeinsam auf den Brocken radeln…

die letzten Kilometer vor Eckerloch

Bitte nutzt den Bahnparalellweg für die letzten Kilometer. Der Eckerlochstieg ist für Räder nicht geeignet und auch entsprechend gesperrt. Als kleine Inspiration für die Routenwahl empfehle ich euch das nachfolgende Video:

Specialized Sequoia

Der Designer des AWOL , Erik Nohlin; empfand die Lücke zwischen dem Specialized AWOL und dem Diverge groß genug, um dort ein weiters Modell zu platzieren: Das Sequoia. Es gibt die ersten Blogbeiträge zum Rad, die weitere Informationen und viele Fotos liefern:

http://bicycletimesmag.com/specializedsequoia/

http://theradavist.com/2016/07/call-it-a-comeback-specialized-brings-back-the-sequoia-and-its-versatile-design

http://www.bikeradar.com/road/news/article/specialized-sequoia-pricing-and-availability-47521/

http://www.cyclingabout.com/new-specialized-sequoia-2017-light-touring-bike/

Der letzte hat mir am besten gefallen, insbesondere die Abgrenzung zu den beiden anderen, ähnlichen Modellen von Big S. werden schön dargestellt.

Mir persönlich gefällt diese Brücke zwischen den Zwängen einer Großserienproduktion und Merkmalen, wie sie sonst nur individuell gefertigte Räder haben:

  • vollständig interne Kabelwege, auch in der Gabel, für elektronische Schaltungen und Dynamobeleuchtung
  • individuelle Rohrsätze für alle Rahmengrößen
  • eine recht schicke Carbongabel mit Befestigungen für´s Pizzarack
  • kürzeres Steuerrohr als beim AWOL, dafür kommt der Lenker dem Fahrer entgegen
  • 42 mm breite Reifen, wie beim AWOL und wie sie auch Jan Heine als ideal empfindet

 

Was mir nicht gefällt?

  • Steckachsen vorne und hinten…. Ja, ich weiß, die haben Ihren Sinn. Allerdings kenne ich momentan kein Nabeldynamo für den Achsstandard 100x12mm. Vielleicht ändert sich das ja noch. Möglicherweise lässt sich der SON-Dynamo http://nabendynamo.de/produkte/son_28_15.html ja auch mit Adaptern anpassen. Für den Einsatzzweck des Rades finde ich eine immer verfügbare Stromquelle unverzichtbar.

Wie bei der Markteinführung vom AWOL möchte Erik die Einsatztauglichkeit des Rades unter Beweis stellen. In der nächsten Woche tritt er mit zwei weitere Sequioa-Fahrern beim Sverigetempot 2016 an die Startlinie. Bei diesem Brevet müssen 2100 km in etwas mehr als einer Woche absolviert werden, Schweden wird dabei einmal der Länge nach durchfahren. Medial wird das wieder vom ERTZUI-Film begleitet, für die Fotos fährt John Watson von TheRadavist mit nach Schweden.

Wer Erik oder den anderen beiden Fahrern folgen möchte, kann das beispielsweise auf Instagram oder STRAVA tun:

Erik: @hellhommus

Rita: @ritajett/STRAVA-Profil

Patch: @hofweber

Ab August soll das Sequoia auf den Markt kommen, ich rechne allerdings mit Wartezeiten. So lange kann man sich ja überlegen, ob man die direkt von Big S. angebotenen Bikepacking-Taschen gleich dazu bestellt 😉